Download e-book for iPad: Kultur und Praxis der Wahlen: Eine Geschichte der modernen by Hedwig Richter, Hubertus Buchstein

By Hedwig Richter, Hubertus Buchstein

ISBN-10: 3658160977

ISBN-13: 9783658160975

ISBN-10: 3658160985

ISBN-13: 9783658160982

Was ist eigentlich der Sinn und Zweck des Wählens? Warum gelten Wahlen seit dem 20. Jahrhundert für nahezu alle Staaten als unverzichtbar? Um die Erfolgsgeschichte und die variierenden Bedeutungen von Wahlen zu verstehen, gilt es, die historische measurement zu berücksichtigen und mit einem anthropologisch interessierten Blick neue Fragen zu stellen. Diese Neue Wahlgeschichte lässt den scheinbar so selbstverständlichen Gegenstand „Wahlen“ erklärungsbedürftig erscheinen. Sie fragt nach Praktiken, Materialität, Ideen und Diskursen, um die Funktionen politischer Wahlen in verschiedenen historischen und politischen Kontexten von Europa über Nordamerika bis hin nach Lateinamerika zu ergründen. Da das Interesse dem Massenwahlrecht als Grundlage moderner Demokratien gilt, richtet sich der Fokus auf das 19. und 20. Jahrhundert.

Show description

Read or Download Kultur und Praxis der Wahlen: Eine Geschichte der modernen Demokratie PDF

Similar german_16 books

Get Bioethik: Methoden, Theorien und Bereiche PDF

Heiß umstritten: Stammzell- und Embryonenforschung, Gentechnologie, Euthanasie. used to be ist ethisch vertretbar? Marcus Düwell stellt die Diskussionen um die Grenzen menschlichen Handelns, um Leben und Natur und um den wissenschaftlichen Fortschritt auf ein philosophisches Fundament. Er erläutert Geschichte, Methoden und Begriffe der Bioethik und geht der Frage nach: Wie ist die veränderte Welt moralphilosophisch zu bewerten?

Download e-book for iPad: R&I-Fließschema: Übergang von DIN 19227 zu DIN EN 62424 by Thomas Bindel, Dieter Hofmann

Thomas Bindel und Dieter Hofmann arbeiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Normen DIN 19227 und DIN EN 62424 für die Erarbeitung von R&I-Fließschemata/R&I-Fließbildern heraus. DIN 19227, Teil 1 (Graphische Symbole und Kennbuchstaben für die Prozeßleittechnik) wurde zurückgezogen und durch DIN EN 62424 (Darstellung von Aufgaben der Prozessleittechnik – Fließbilder und Datenaustausch zwischen EDV-Werkzeugen zur Fließbilderstellung und CAE-Systemen) ersetzt, galt jedoch bis Juli 2012 citadel.

Read e-book online Lehrgang Elektrotechnik und Elektronik: Theoretische PDF

In diesem Lehrbuch werden die theoretischen Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik mit ihren Anwendungen insbesondere zur examine elektrotechnischer Geräte, Einrichtungen und Anlagen dargestellt. Die theoretischen Grundlagen stellen ein anerkanntes „Werkzeug“ zur Bewältigung praktischer Aufgaben dar.

Gian Domenico Borasio, Ralf J. Jox, Jochen Taupitz, Urban's Assistierter Suizid: Der Stand der Wissenschaft: mit einem PDF

Das Buch dokumentiert die Beiträge des internationalen Symposiums „Assistierter Suizid: Der Stand der Wissenschaft“ vom 15. Juni 2015 in Berlin. Es bietet einen einmaligen Überblick über die aktuellen empirischen Untersuchungen zum Thema, die in der politischen Debatte teilweise schlicht ignoriert wurden und immer noch ignoriert werden.

Additional info for Kultur und Praxis der Wahlen: Eine Geschichte der modernen Demokratie

Sample text

Aus den je acht Männern pro Leischaft würfelte man nun wiederum je zwei Kurgenossen aus, blieben noch insgesamt zehn (dritte Kur). Diese zehn ermittelten durch Mehrheitsprinzip wieder pro Leischaft je vier Kurgenossen, aber keine aus dem ersten Wahlgang, macht zwanzig (vierte Kur). Diese zwanzig würfelten nun wiederum unter sich pro Leischaft zwei aus, macht zehn (fünfte Kur). 17 Zum Teil lassen sich diese Verfahren, deren prominentestes Vorbild die Dogenwahl in Venedig war, damit erklären, dass man Wahlabsprachen und Ämterkauf verhindern wollte, weil niemand zu Beginn des Vorgangs wissen konnte, wer am Ende wählen würde.

Neuhaus 1997). Im Effekt führte das bekanntlich dazu, dass sich die dynastische Nachfolge im Haus Habsburg durchsetzte (mit der einen Ausnahme des Wittelsbachers Karl Albrecht im 18. Jahrhundert). Doch das heißt keineswegs, dass die „freie Wahl“ der Kurfürsten nur ein leeres Ritual gewesen wäre, auf das man genauso gut hätte verzichten können. Sie hatte eben durchaus andere Funktionen, als den rechten Kandidaten auszuwählen. Die Königswahl bestimmte nicht nur formaliter, wer Römischer König wurde, sondern sie demonstrierte auch, wer allein wählen durfte und aus welchem Recht das geschah.

Dem entsprach das Bedürfnis nach sakraler Legitimation der Wahlverfahren. Sie waren von religiöser Semantik geprägt und von liturgischer Praxis gerahmt: Von der Messe zum Heiligen Geist am Beginn über die Eide der Wähler und der Gewählten bis hin zum Huldigungseid der Herrschaftsunterworfenen am Schluss. Bei vormodernen Wahlen ging es darum, das einzig richtige, einzig Gott wohlgefällige Ergebnis zu finden. 26 5. Aus dem bisher Gesagten folgt auch, dass die Übergänge zwischen Verfahren und Ritual fließend waren.

Download PDF sample

Kultur und Praxis der Wahlen: Eine Geschichte der modernen Demokratie by Hedwig Richter, Hubertus Buchstein


by Joseph
4.2

Rated 4.73 of 5 – based on 48 votes